Letzte Infos vor Antifa-Demo am 17. Juli in Erfurt

Die morgige antifaschistische Demonstration „In solidarity we trust – Für einen konsequenten Antifaschismus!“ in Erfurt um 14 Uhr am Hirschgarten steht vor der Tür. Alle wichtigen Informationen haben wir euch zusammengestellt:

 

 

Aufruf: In solidarity we trust – Für einen konsequenten Antifaschismus!

Auftakt: 14 Uhr, Hirschgarten (vor der Staatskanzlei)

Abschluss: Domplatz

Anreise: Ab Leipzig gibt es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug, organisiert von NIKA Sachsen. Zugtreffpunkt ist 11 Uhr am Gleis 2, Leipzig HBF. Es besteht ab Halle (Saale) HBF um 11:50 Uhr am Gleis 6 die Möglichkeit zuzusteigen.

EA-Nummer: 0151/71394032 (Was ist ein EA?)

Hygiene-/Schutzmaßnahnen: Achtet auf einen Mund-Nasen-Schutz. Solltet ihr Symptome einer Covid-19 Erkrankung haben, bleibt daheim! Bitte beachtet, dass auf der Demonstration ein Abstand von 1,50 m gewährleistet sein muss. Achtet auf Durchsagen vom Lautsprecherwagen.

Wetter: Es wird warm mit bis zu 26 Grad Celsius und es besteht die Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern. Bereitet euch auf das Wetter vor.

Mitbringen: Neben Mund-Nasen-Schutz, bringt euch Kopfbedeckung und Schirme mit, um euch vor der Sonne und Regen zu schützen. Für ausreichend Wasser solltet ihr ebenfalls gesorgt haben. (Es wird am Lauti zur Not noch Wasser in begrenzten Mengen geben. Außerdem stellen wir Masken bereit, falls ihr eure vergessen habt.). Weiterhin könnt ihr eure Transparente und Schilder mitbringen.

Fotos und Videos: Bitte unterlasst es Fotos und Videos während der Demonstration zu machen und diese womöglich unverpixelt im Internet oder in Sozialen Medien zu veröffentlichen.

Hashtag: #ef1707

Wenn ihr Festnahmen oder Repressionsmaßnahmen beobachtet oder betroffen seid, meldet euch beim Ermittlungsausschuss und im Nachgang bei der Roten Hilfe Erfurt. Wir empfehlen euch außerdem „Was tun wenn‘s brennt?“ als Pflichtlektüre.

Neonaziangriff vom 3. auf den 4. Juli in der Erfurter Innenstadt

Gegen 3 Uhr wurden am 4. Juli 2021 mehrere junge Punks in der Erfurter Innenstadt im Park Klein-Venedig von einer Gruppe Neonazis angegriffen. Insgesamt sieben Punks wurden von einer Gruppe von ca. 15 Neonazis unvermittelt in dem Park attackiert und niedergeschlagen. Dabei wurden den Punks mehrere Gegenstände geraubt, darunter Telefone, Musikboxen und eine Handtasche. Zum Teil traten mehrere Angreifer auf eine am bodenliegende Person ein. Einer der Betroffenen musste anschließend stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Angreifer sollen am Ende ihres Angriffs „Heil Hitler“ gerufen haben, bevor sie sich verstreuten. Die Polizei schrieb bislang in ihrer Polizeimeldung, dass aufgrund von Zeugenaussagen ein politisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen werden kann.

Einmal mehr zeigt sich, dass eine große Neonazigruppe in der Erfurter Innenstadt zuschlägt. Wie schon beim Angriff vor der Thüringer Staatskanzlei 2020 traf es Menschen mitten in der belebten Innenstadt von Erfurt. Dieses Auftreten von Neonazis ist eine Folge davon, dass Neonazischläger seit Jahren unbehelligt prügeln können, während die Justiz ihre Verfahren verschleppt und am Ende ohne große Konsequenzen einstellt, wie es bei den Angreifern auf das AJZ Erfurt von 2016 der Fall war.
Wir wünschen den Betroffenen eine schnelle Genesung und machen klar: Unsere Solidarität den Betroffenen, unseren Hass den Neonazis!

Unsere Antwort kommt am 17. Juli um 14 Uhr auf der Straße!

Solidarität mit den von sexualisierter Gewalt betroffenen Genoss:innen in Thüringen!

In den vergangenen zwei Jahren wurden in der radikalen Linken in Thüringen immer wieder Vorfälle sexueller Übergriffe und Gewalt bekannt. Betroffen davon sind Genoss:innen in Strukturen in ganz Thüringen. Im folgenden Statement wollen wir als Thüringer Antifa-Gruppen nicht nur unsere Solidarität mit den betroffenen Genoss:innen ausdrücken, sondern auch deutlich machen, dass es sich um ein strukturelles Problem handelt: Sexistische Strukturen, aus denen heraus die Täter handeln.

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Flyer-Aktion: Im Gedenken an Heinz Mädel – Von Neonazis in Erfurt ermordet

Anlässlich des Todestag von Heinz Mädel wurden in der Erfurter Innenstadt rund um den Tatort mehrere hundert Flyer an Anwohner:innen verteilt. Heinz Mädel wurde am 25. Juni 1990 von Neonazis in der Erfurter Futterstraße angegriffen und erlag am 1. Juli 1990 seinen schweren Verletzungen. Wir dokumentieren den verteilten Flyer.

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Antifa-Demo am 17. Juli in Erfurt: In solidarity we trust – Für einen konsequenten Antifaschismus

Für den 17. Juli 2021 rufen wir anlässlich des Jahrestages des Neonaziangriffs vor der Staatskanzlei in Erfurt zu einer antifaschistischen Demonstration in Erfurt auf. Start ist 14 Uhr am Hirschgarten. Folgend dokumentieren wir den Aufruf sowie das Mobi-Plakat für die Demonstration. Weitere Infos zur Demonstration folgen.

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Christliche Fundamentalisten und Antifeminist:innen gegen ‚Pro Familia‘ – Kundgebung vor dem Thüringer Landtag

Anlässlich einer aktuellen Stunde am 2. Juni 2021 im Thüringer Landtag demonstrierte der Verband „Pro Familia“ für eine Abschaffung des Paragrafen 218 StGB in Bezug auf den Schwangerschaftsabbruch. Er manifestiert das Verbot eines Schwangerschaftsabbruch und stellt diesen unter Strafe. Die Linkspartei hatte eine aktuelle Stunde zu diesem Thema angesetzt . Es fanden sich ebenfalls einige Antifeminist:innen und christliche Fundamentalisten ein um gegen die Kundgebung zu demonstrieren.

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Kundgebung von „Palästina spricht“ in Weimar – Vereint im Hass gegen Israel

Am 15. Mai 2021 versammelten sich in Weimar in der Nähe des Theaterplatzes eine zeitweise rund 40 Personen starke Gruppe zu einer Kundgebung der „Kulturbrücke Palästina“. Diese fand im Rahmen der Veranstaltungen der antisemitischen Organisation „Palästina spricht“ statt. Mehrfach wurde auf der Kundgebung in Form von Reden und Plakaten deutlich, dass ein „freies Palästina“ für die Teilnehmer:innen die Vernichtung des jüdischen Staates bedeutet. Währenddessen nimmt antisemitische Gewalt in Thüringen weiter zu.

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Pressemitteilung: Antisemitismus muss Konsequenzen haben – Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde Erfurt dämonisiert Israel und verbreitet antisemitische Stereotype

Wir dokumentieren unsere Pressemitteilung zu den antisemitischen Ausfällen von Suleman Malik, dem Vorsitzenden der Ahmadiyya-Gemeinde in Erfurt.

Zur weiteren Auseinandersetzung verweisen wir auf unseren Artikel “Suleman Malik von der Ahmadiyya-Gemeinde verbreitet antisemitische Hetze gegen den jüdischen Staat”.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

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Suleman Malik von der Ahmadiyya-Gemeinde verbreitet antisemitische Hetze gegen den jüdischen Staat

Seit mehreren Tagen eskaliert die Lage in Jerusalem zunehmend. Palästinenser greifen jüdische Sicherheitskräfte mit Steinen und Wurfgeschossen an, während die islamistische Hamas aus Gaza weiter mehrere hundert Raketen auf israelische Gebiete abfeuert. Für den Vorsitzenden der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Erfurt sind die Verteidigungsmaßnahmen des jüdischen Staates Anlass genug antisemitische Bilder zu bedienen und Israel zu dämonisieren.

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21. Jahrestag des Brandanschlags auf die Synagoge in Erfurt

Am 20. April 2000 verübten Neonazis einen Brandanschlag auf die Erfurter Synagoge und hinterließen ein Bekennerschreiben, welches die antisemtische Motivation deutlich machte. Auf diese Tat folgten verschiedene Reaktionen von Antifaschist:innen und der Thüringer Zivilgesellschaft. Anlässlich des Jahrestages des Anschlags wollen wir zwei Artikel aus dem Jahr 2000 zugänglich machen, welche durch Erfurter Antifas nach dem Anschlag veröffentlicht worden sind.

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1. Mai 2021: Auf nach Zwickau!

Am 1. Mai 2021 wollen Neonazis von der Partei “Der III.Weg” in Zwickau demonstrieren. Während auch für Erfurt eine Neonaziveranstaltung von lokalen Strukturen angekündigt ist, bietet Zwickau ein weitaus größeres Gefahrenpotenzial. Da sich die Partei in der Region immer weiter festsetzt und ihre Strukturen ausbaut, ist eine entschlossene antifaschistische Gegenwehr notwendig. Für den 1. Mai in Zwickau ist mit dem größten Neonaziaufmarsch an diesem Tag zu rechnen. Deshalb: Am 1. Mai 2021 nach Zwickau! Den “III.Weg” ins Visier nehmen! Antifa organisieren, Neonazis bekämpfen!

Alle wichtigen Infos findet ihr auf der Mobiseite.

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Recherche & Prozessdoku: Neonazi-Hooligans “Jungsturm” – Erfurt

Wir verweisen auf Recherchen zur Neonazi-Hooligangruppe “Jungsturm” des FC Rot-Weiß Erfurt, welche von November 2020 bis Februar 2021 u.a. wegen des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht standen. Ingesamt fanden sich vier führende Hooligans der Gruppe auf der Anklagebank wieder. Theo Weiland, Marco Klingner sowie Steve Weinhold wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Robin Brand bekam eine mehrjährige Strafe, welche zur Bewährung ausgesetzt worden ist.
Von dem Prozess gegen die Hooligan-Gruppe gab es außerdem eine umfassende antifaschistische Prozessdokumentation.

30.04.2020: Razzien in der extrem rechten Hooliganszene – Exif Recherche & Analyse

12.11.2020: Prozessbeginn gegen Neonazis der Hooligangruppe «Jungsturm Erfurt» – Exif Recherche & Analyse

15.03.2021: Fußball bleibt Fußball, Politik bleibt Politik? – die Entpolitisierung des «Jungsturm» vor Gericht – Exif Recherche & Analyse

Online-Vortrag: „Neue Rechte und Corona“

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe “Mit dem veto ist man weniger alleine” organisieren wir am 8. April 2021 um 19:00 Uhr einen Online-Vortrag zur Neuen Rechten und Corona. Den Link zum Online-Vortrag erhaltet ihr vorher hier und auf unserer Twitter-Seite.
Wir dokumentieren den Ankündigungstext und verweisen auf die weiteren Veranstaltungen in der Reihe.

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Kein Sport mit Antisemiten und Neonazis! – Flyeraktion in Arnstadt und Ilmenau zu Anmelder von ‘Thüringen steht zusammen’

Immer wieder wird unter dem Namen “Thüringen steht zusammen” zu Kundgebungen und Demonstrationen von Corona-Leugner:innen in Erfurt aufgerufen, so auch für den 27. Februar und den 13. März 2021. Eine zentrale Figur ist dabei Stefan Hampel aus dem Ilm-Kreis, welcher die Kundgebungen anmeldet und als Administrator diverser Telegram-Gruppen der Corona-Leugner:innen agiert. Wenn also Stefan Hampel immer wieder nach Erfurt kommt um seine antisemitische Weltsicht kundzutun, fahren wir eben zu Stefan Hampel um sein Umfeld über seine Machenschaften aufzuklären.

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Kein Vergessen – Flyer und Plakate erinnern an Hartmut Balzke

Am vergangenen 27. Januar 2021 jährte sich der Todestag von Hartmut Balzke, welcher am am 25. Januar 2003 von Neonazis angegriffen wurde und zwei Tage später verstarb. In der Triftstraße, wo sich der die Tat ereignete, sowie in den umliegenden Straßen in Erfurt-Nord wurden mehrere hundert Flyer verteilt sowie Plakate verklebt. Wir dokumentieren den Flyer sowie einige Bilder.
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