Teil 1: Antisemitismus und NS-Bezug bei Corona-Leugner:innen

Die Unbegreifbarkeit der Pandemie und der angeblich „spontanen Ordnung“ der Wirtschaft führt zu Panik und Entindividualisierung. Die Panik isoliert und entsolidarisiert. Die Angst vor dem Virus oder den Einschränkungen führt zur beeinflusst den gesellschaftlichen Zusammenhang in allen Bereichen. Zu sehen ist Isolierung vor der Gesellschaft und Selbstrettung, anstatt der Bereitschaft zur Veränderung des Status Quo. Im Folgenden wollen wir, in mehreren Teilen, Texte zu aktuellen Auswirkungen der sich zuspitzenden Krise während der Corona-Pandemie eingehen. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem offenen Antisemitismus der Corona-Leugner:innen sowie dem, besonders in Deutschland stark vertretenen Bezug zum Nationalsozialismus. In unregelmäßigen Abständen werden wir weitere Texte zu den Auswirkungen der Pandemie in Bezug auf Klasse, Geschlechterverhältnisse und weitere Schwerpunkte veröffentlichen.

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Organisieren statt Empören – Statement zur Berichterstattung über den Neonaziangriff im Juli 2020

Wie dem MDR-Bericht vom 12. Januar 2021 zu entnehmen ist, konnte die Staatsanwaltschaft kein eindeutiges Tatmotiv für den Neonaziangriff in der Nacht vom 17. zum 18. Juli 2020 ermitteln. An dem besagten Abend wurden mehrere Menschen überraschend angegriffen und zum Teil schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter sollen dabei teilweise in der Vergangenheit als aktive Neonazis in Erscheinung getreten sein. Statt Empörung über das Handeln der Justiz fordern wir: Organisiert euch!

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„Erfruits“ – Smoothies mit Verschwörungsideologie und AfD-Beigeschmack

In Erfurt laufen immer wieder hunderte Menschen bei Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie ohne Masken und Abstand durch die Straßen. Der hauptsächliche Fokus bei Berichten über das Milieu konzentriert sich auf Neonazis und rechte Akteure, wie beispielsweise „Erfurt zeigt Gesicht“. Doch auch eine andere Fraktion mischt fleißig mit, die Grenzen zur rechten Szene sind fließend. Die Smoothiebar “Erfruits” und ihr Betreiber Sebastian Foit sind dafür exemplarisch.

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Radio F.R.E.I. – Interview: “Ideologiekritik des Veganismus”

Am Mittwoch, den 4. November 2020, organisierten wir im Rahmen der Alternativen Einführungstage “Nächste Ecke links” einen Online-Vortrag mit der ideologiekritischen Gruppe “Flying Fortress” aus Heidelberg zur Ideologiekritik des Veganismus. Im Vorfeld wurde der Referent Gabriel von Radio F.R.E.I. zum Thema interviewt. Wir dokumentieren das Radio-Interview und bedanken uns beim Referenten für den Vortrag sowie den Teilnehmer:innen für die Diskussion.

Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag Thüringen vom 06. bis 08. November 2020

Am kommenden Wochenende findet der antifaschistische und antirassistische Ratschlag Thüringen statt. Aufgrund der Covid19-Pandemie sind die meisten Vorträge und Workshops als Online-Formate ausgelegt. Das Programm findet ihr HIER.

ABGESAGT: Am 6. November finden außerdem in verschiedenen Städten Mahngänge statt. In Erfurt startet der Stadtrundgang “Vergessene Geschichte(n)” um 19 Uhr auf dem Domplatz. Achtet auf kurzfristige Ankündigungen und den Infektionsschutz.

Außerdem unterstützen wir den Aufruf zum diesjährigen Ratschlag, den wir im folgenden Beitrag dokumentieren.

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Leipzig: Demonstration in Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt

Am 24.10.2020 findet in Leipzig eine Demonstration anlässlich des 10. Todestages von Kamal K. statt. Dieser wurde 2010 von Neonazis aus rassistischen Motiven heraus ermordet. Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen und verweisen sowohl auf den AUFRUF, als auch auf die BUNDESWEITE GEDENKAKTIONEN für die Opfer rechter Gewalt, initiiert von ‘Rassismus tötet!‘.

Am 24.10.2020 um 16:30 Uhr, Südplatz, Leipzig: Niemand ist vergessen! Nichts ist vergeben! Weitere Infos zur Demonstration gibt es HIER.

Veranstaltungen zu den alternativen Einführungstagen 2020

UPDATE: Für den Vortrag am 04. November um 19 Uhr bekommt ihr auf Twitter und HIER.

Im Rahmen der alternativen Einführungstage “Nächste Ecke links” vom 26.10. bis 15.11.2020 organisieren wir zwei Veranstaltungen, die aufgrund der Covid-19 Pandemie als Online-Vorträge stattfinden. Ein Vortrag ist zur “Kritik des modernen Antisemitismus” am 28.10.2020 um 19 Uhr. Der zweite Vortrag mit der Gruppe “Flying Fortress” aus Heidelberg findet zur “Ideologiekritik des Veganismus” am 04.11.2020 um 19 Uhr online statt.

Wir dokumentieren beide Ankündigungstexte und werden kurz vorher hier und auf Twitter die Zugänge zu den Online-Veranstaltungen bekannt geben.

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Rechercheseite zu Erfurter Neonazigruppe “Kollektiv56”

Seit mehreren Jahren gibt es zum Teil schwere Übergriffe auf Migrant:innen, Linke und Geflüchtete durch Neoanzis in Erfurt. Einen wesentlichen Teil trägt dabei die Erfurter Neonazigruppe “Kollektiv56” bei. Auch am Angriff an der Staatskanzlei am 18. Juli 2020, als mehrere junge Erwachsene teilweise brutal zusammengeschlagen wurden, sollen Mitglieder der Gruppe beteiligt gewesen sein.

Nun gibt es von der Initiative “Kollektiv56 aufdecken” eine umfassende Recherche. Alle Infos zur Gruppe und der Recherche finden sich unter k56aufdecken.noblogs.org

In eigener Sache: Stellungnahme zum Auftreten unserer Gruppe

Am 27. September fand in Jena eine Demonstration gegen patriarchale Gewalt statt. Über unseren Twitter-Account empfahlen wir anlässlich der Demonstration einen Text, welcher in der Bonjour Tristesse erschien und sich an feministischen Auseinandersetzungen mit dem Patriarchats-Begriff abarbeitet. Wir möchten folgend sowohl zu dem Post als auch zur Demonstration in Jena Stellung beziehen.

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Neonazi-Schläger planen Demonstration am 10.10. in Erfurt

Für Samstag den 10. Oktober ruft der Erfurter Neonaziverein “Neue Stärke e.V.” zu einer Demonstration in Erfurt auf. Sie starten dabei ab 14 Uhr am Einkaufscenter Roter Berg in Erfurt Nord. Bei den Organisatoren handelt es sich um eben jene Schläger, welche in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August drei Menschen in Erfurt-Süd aus rassistischen Motiven angegriffen und zum Teil schwer verletzt haben. Eben jene Schlägerbande will nun einen weiteren rassistischen Angriff in Erfurt-Nord für sich umkehren. Mitte August hatten Neonazis von einer Geburtstagsfeier aus Migranten angepöbelt und versucht anzugreifen. Diese setzten sich erfolgreich zur Wehr, weshalb sich die Neonazis nun als Opfer inszenieren wollen.

Für den 10. Oktober ist in Erfurt mit erhöhter Präsenz von Neonazis und Polizei zu rechnen.

Organisiert euch! Dezentral gegen Nazischläger und ihre Strukturen – nicht nur am 10. Oktober!