
Am ersten Mai-Wochenende findet in Berlin der “Antifa out of Line – Kongress gegen die autoritäre Formierung” statt. Der Kongress hat sich zum Ziel gesetzt einer materialistischen-ideologiekritischen Analyse, Theorie und Praxis Raum zu geben. Thematische Schwerpunkte sind Islamismus, Antisemitismus, Geschlechterverhältnisse, Arbeitskritik, Antifa u.v.m., was ihr auf der Website des Kongress erfahrt. Sicher lohnt sich auch ein Blick in das Programm und die aufgeworfenen Fragen der Podien und Vorträge, auch wenn ihr nicht plant dorthin zu fahren.

Wer keins der heißbegehrten Tickets für den Kongress mehr ergattern konnte, kann den 1. Mai für einen Ausflug nach Gera nutzen. Dort ruft die Antifa Gera zu einer Demonstration gegen eine Neonaziveranstaltung der “Heimat” (Ex-NPD) auf. Die Demonstration startet am 1. Mai unter dem Motto “Mach frei am 1. Mai – Für faire Löhne, Umverteilung und ein gutes Leben für alle! Gegen Faschismus, Repression und Kapital!” ab 11 Uhr am Südbahnhof Gera / Sachsenplatz. Alle weiteren Infos bekommt ihr bei der Antifaschistischen Aktion Gera (leider nur Instagram).
Im Vorfeld der Landtagswahl wurde breit mobilisiert, die Kampagnen gegen die AfD trugen wahlweise das Gewand einer historisch (falschen) Folklore, die ein zweites 1933 oder „Weimarer Verhältnisse“ (…Ums Ganze!) mit sich trugen, oder sollten die Weltoffenheit der Thüringer Provinzialität betonen. Aus „Bodo oder Barbarei“ (Die Linke), wurde keine Barbarei, dafür aber die Zumutung Voigt, Wolf, Maier. In Anbetracht der Schnelllebigkeit der Ereignisse verwundert es dann auch nicht, dass im Nachgang keiner mehr so richtig darüber reden kann und will, was man vor ein paar Monaten noch aus der Mottenkiste in diversen Aufrufen verwurstet hat. Denn worüber sollte man auch reden?
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Anlässlich des Jahrestag des Angriffs der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel fanden in
Die Landtagswahl steht an, bei der sich das aktuelle autoritäre und faschistische Potenzial in Thüringen bei konstanten 30 % für die AfD manifestieren wird. Für das Wochenende plant die AfD ihren Wahlkampfabschluss in Erfurt auf dem Domplatz, dagegen gibt es mehrere Veranstaltungen und Mobilisierungen. Bundesweit mobilisiert ein antifaschistisches Bündnis „Zeit zu handeln“ nach Erfurt. Im folgenden wollen wir einige Text- und Debattenhinweise dokumentieren, die sich mit dem aktuellem Mobilisierungsgeschehen und den Wahlen auseinandersetzen.
Am diesjährigen 1. Mai demonstrierten in Gera über 750 Antifaschist:innen unter dem Motto “Kämpfe verbinden – Kapitalismus überwinden!”, während zeitgleich knapp 200 Menschen in Sondershausen gegen eine Kundgebung von Neonazis, Querdenkern, Werte Union und Reichsbürgern unter dem Banner “Freies Thüringen” demonstrierten. Auf beiden Veranstaltungen hielten wir einen Redebeitrag, der eine unversönliche Kritik an der Gesellschaft und den herrschenden Produktionsverhältnissen in den Fokus rückte. Wir dokumentieren den Redebeitrag.
Vor der neuen Außenstelle der Erstaufnahme für Geflüchtete
Am 2. März fand in Weimar eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto “Rechte Strukturen offenlegen – Faschismus von der Straße fegen” mit mehr als 300 Teilnehmenden statt. Anlässlich der Demonstration hielten wir einen Redebeitrag, warum Antifa nicht bei reiner Symptombekämpfung stehen bleiben kann und sich einer unversöhnlichen Kritik der Gesellschaft annehmen muss. Folgend wird der Redebeitrag dokumentiert.
Sowohl an der Bauhaus Universität in Weimar, als auch bei Anti-AfD Protesten in Ilmenau, versuchen sich vermeintlich unterschiedliche Gruppen in Einflussnahme auf die Universität sowie auf ein lokales Bündnis gegen Rechts. In beiden Fällen zeigt sich, dass es den Initiatoren neben dem Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung, auch um die Verbreitung der zum Teil antisemitischen Propagandapositionen und einer Dämonisierung des jüdischen Staates geht.
Der diesjährie Antifa-Kalender hat aufgrund des Antifa-Ost Verfahrens als vorläufiger Gipfel, wie vorraussichtlicher Startpunkt lange unbekannter Repression gegen Antifaschist:innen das Schwerpunktthema Antifa in Ostdeutschland. Mit Freude durften wir dieses Jahr einen Text beisteuern. Da in dem Interview auch etwas wie ein Selbstverständnis, wie auch mehr oder minder kluge analytische Versatzstücke auftauchen, welche wir für diskutierenswert halten, Kalender eine jährliche Halbwertszeit haben und wir es auch denen nicht vorenthalten wollen, die den falschen Kalender kaufen, wollen wir das Interview hier dokumentieren.